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Cover

Die Stille meiner Worte

Autor: Ava Reed

Sprecher:
Shandra Schadt
Verlag:
Ueberreuter Verlag
Format:
Audio
Spieldauer:
7 Std. und 50 Min
Erschienen:
2018
5 min Lesezeit 10 Aufrufe
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Bei dieser Ausgabe handelt es sich um ein selbst gekauftes Buch.
Klappentext anzeigen
Wenn Worte fehlen, dann beginnt eine Geschichte über Verlust, Mut und Selbstfindung

Hannah hat ihre Worte verloren.

In der Nacht, als ihre Zwillingsschwester Izzy stirbt. Niemand beendet mehr ihre Sätze, niemand denkt ihre Gedanken zu Ende, niemand vervollständigt ihr Lachen. Egal, was ihre Eltern versuchen – Hannah schweigt. Um Izzy festzuhalten, schreibt sie Briefe an sie. Schreibt. Verbrennt. Immer wieder. Doch der Schmerz bleibt, und die Stille wird zu ihrem einzigen Zufluchtsort.

Bis Levi in ihr Leben tritt.

Er drängt nicht. Er hört zu, auch wenn Hannah kein Wort spricht. Und er stellt die Frage, die alles verändert: Wer ist Hannah – jenseits des Verlustes?

„Die Stille meiner Worte“ von Ava Reed ist eines dieser Bücher, bei denen mich schon die Grundidee direkt berührt. Hannah verliert in der Nacht, in der ihre Zwillingsschwester Izzy stirbt, ihre Worte und zieht sich seitdem komplett in ihre eigene Stille zurück. Allein dieser Ausgangspunkt hat für mich sofort etwas sehr Schmerzhaftes, aber auch etwas unglaublich Intensives. Das Hörbuch ist als ungekürzte Lesung erschienen, wird von Shandra Schadt gesprochen und hat eine Laufzeit von 7 Stunden und 50 Minuten. 

 

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Mich hat an der Geschichte vor allem gereizt, dass sie nicht einfach nur traurig klingt, sondern nach einer sehr emotionalen Entwicklung. Es geht um Verlust, um Trauer, um Sprachlosigkeit und darum, sich selbst in all dem überhaupt noch wiederzufinden. Genau solche Geschichten können mich sehr bekommen, wenn sie es schaffen, Gefühle nicht nur anzuschneiden, sondern wirklich spürbar zu machen. Und genau das ist hier für mich der Fall. Dieses Hörbuch hat mich emotional komplett abgeholt und ist für mich ein ganz klares 5-Sterne-Buch. 

 

Inhalt & Stimmung

Hannah spricht nicht mehr, seit ihre Zwillingsschwester Izzy gestorben ist. Ihre Eltern versuchen, irgendwie an sie heranzukommen, aber Hannah bleibt in ihrem Schweigen gefangen. Statt zu reden, schreibt sie Briefe an Izzy, nur um sie danach wieder zu verbrennen. Schon diese Bilder haben bei mir direkt etwas ausgelöst, weil sie den Schmerz der Geschichte sehr greifbar machen. Dann tritt Levi in ihr Leben. Er ist keiner, der sie drängt oder sie verändern will. Er hört zu, auch ohne Worte, und genau dadurch beginnt sich langsam etwas in Hannah zu bewegen. 

 

Was mir an diesem Hörbuch so gut gefällt, ist die Stimmung. Die Geschichte ist traurig, aber nicht auf eine überdramatische Art. Sie ist leise, verletzlich und an vielen Stellen sehr intensiv. Gerade dieses Ruhige hat für mich unglaublich gut funktioniert, weil es zu Hannahs innerem Zustand einfach passt. Hier wird nicht mit unnötigem Drama gearbeitet, sondern mit Gefühlen, die nachwirken. Und genau deshalb hat mich die Geschichte auch so stark erreicht. Sie fühlt sich nicht laut oder künstlich an, sondern sehr nah. 

 

Besonders schön finde ich, dass die Geschichte nicht nur beim Verlust stehen bleibt. Natürlich ist die Trauer ein zentrales Thema, aber es geht eben auch um Selbstfindung, um Heilung und darum, wer Hannah überhaupt noch ist, wenn sie nicht nur die eine Hälfte eines Zwillingspaares ist. Genau das gibt dem Hörbuch für mich noch einmal mehr Tiefe. Es ist nicht einfach nur traurig, sondern auch hoffnungsvoll, ohne dabei kitschig zu werden. Diese Mischung mochte ich sehr. 

 

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Charaktere & Stil

Hannah ist für mich eine Figur, die unglaublich viel über ihre Stille transportiert. Gerade das fand ich spannend, weil es gar nicht viele große Worte braucht, um zu zeigen, was in ihr vorgeht. Ihre Trauer, ihre innere Leere und dieses Festhalten an Izzy waren für mich sehr greifbar. Ich mag Figuren, die nicht sofort komplett offen daliegen, sondern die man nach und nach besser versteht. Genau das funktioniert hier für mich sehr gut. Hannah wirkt nicht wie eine Figur, deren Schmerz nur erzählt wird, sondern wie jemand, bei dem man ihn wirklich spüren kann. 

 

Levi mochte ich ebenfalls sehr, gerade weil er nicht mit Gewalt versucht, Hannah aus ihrer Stille zu holen. Dass er sie nicht drängt, sondern ihr auf eine ruhige und verständnisvolle Art begegnet, hat mir richtig gut gefallen. Solche Figuren funktionieren für mich oft viel besser als die, die alles mit großen Gesten lösen wollen. Zwischen Hannah und Levi entsteht etwas, das sich für mich nicht aufgesetzt anfühlt, sondern ruhig und glaubwürdig wächst. Genau das macht diese Geschichte für mich auch emotional so schön. 

 

Auch Ava Reeds Stil hat mich hier sehr überzeugt. Die Geschichte wirkt emotional und tiefgehend, ohne dass sie sich in ihrem Schmerz verliert. Das ist für mich ein wichtiger Punkt, weil Bücher und Hörbücher über Trauer schnell entweder zu schwer oder zu gewollt berührend werden können. „Die Stille meiner Worte“ hält für mich genau die richtige Balance. Die Gefühle wirken echt, die stillen Momente haben Gewicht und die Entwicklung der Geschichte fühlt sich nicht künstlich an. Genau dadurch konnte ich mich darauf einlassen. 

 

Auch als Hörbuch hat das für mich sehr gut funktioniert. Shandra Schadt passt für mich mit ihrer Stimme sehr gut zu dieser Geschichte. Gerade bei einem so sensiblen, emotionalen Stoff ist es für mich wichtig, dass die Sprecherin die Stimmung tragen kann, ohne zu viel daraus zu machen. Genau das ist hier für mein Empfinden gelungen. Ihre Stimme unterstützt die ruhige, gefühlvolle Art der Geschichte und sorgt dafür, dass das Hörbuch diese leise Intensität behalten kann. 

 

Fazit

„Die Stille meiner Worte“ ist für mich ein Buch, das sehr viel Gefühl mitbringt, ohne dabei jemals überladen zu wirken. Ich mochte die leise, intensive Atmosphäre, ich mochte die Figuren und ich mochte besonders, dass die Geschichte trotz aller Trauer nicht nur schmerzhaft, sondern auch hoffnungsvoll ist. Für mich ist das genau die Art von Hörbuch, die emotional trifft, ohne sich aufzudrängen. 

 

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Wer Geschichten über Verlust, Heilung und Selbstfindung mag und Geschichten liebt, die eher leise als laut wirken, sollte sich „Die Stille meiner Worte“ auf jeden Fall anschauen. Für mich hat hier einfach vieles gestimmt: die Grundidee, die emotionale Tiefe, die Figuren und auch die Stimme der Sprecherin.

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