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Cover

Flugangst 7A

Autor: Sebastian Fitzek

Sprecher:
Simon Jäger
Verlag:
Verlagsgruppe Droemer Knaur
Format:
Audio
Spieldauer:
9 Std. und 35 Min
Erschienen:
2017
5 min Lesezeit 10 Aufrufe
Bei dieser Ausgabe handelt es sich um ein selbst gekauftes Buch.
Klappentext anzeigen
Wir haben für Sie reserviert: 7A. Der gefährlichste Platz in einem Flugzeug...
Mats Krüger, ein erfahrener und erfolgreicher Psychiater, muss seine panische Flugangst überwinden, als seine hochschwangere Tochter Nele nach jahrelanger Funkstille wieder Kontakt zu ihm aufnimmt. Mats, der nach dem Tod seiner Frau per Schiff nach Argentinien ausgewandert ist, hatte nie wieder vor zurückzukehren. Doch jetzt bittet Nele ihren Vater kurzfristig, ihr nach der Geburt des Babys Beistand zu leisten.Nach der Teilnahme an einem Flugangst-Seminar geht Mats an Bord des Langstreckenflugs Buenos Aires - Berlin. Schon kurz nachdem er seinen Platz eingenommen hat, muss er feststellen, dass er sich auf die falschen Ängste vorbereitet hat: Es ist keine Turbulenz, kein Druckabfall und keine Terrorwarnung, die ihn in einen entsetzlichen seelischen Ausnahmezustand treiben. Sondern der Anruf eines Unbekannten, der ihm eröffnet, dass sich ein ehemaliger Patient an Bord befindet. Jemand, den Krüger einst von mörderischen Gewaltphantasien befreite. Und den er nun dazu bringen soll, über 600 Passagiere und sich selbst in den Tod zu reißen...

Flugangst 7A von Sebastian Fitzek war für mich wieder genau so ein Hörbuch, bei dem ich von Anfang an wusste, dass mich eine ruhige oder vorhersehbare Geschichte hier ganz sicher nicht erwartet. Allein die Ausgangslage hat mich sofort gepackt: Ein Mann mit panischer Flugangst muss ausgerechnet dann in ein Flugzeug steigen, als seine hochschwangere Tochter ihn nach langer Funkstille wieder braucht. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, wird dieser Flug sehr schnell zu einem Albtraum, der weit über jede normale Flugangst hinausgeht.

Ich mag an Fitzek einfach, dass er es immer wieder schafft, mich mit seinen Ideen sofort zu kriegen. Auch hier hatte ich direkt dieses beklemmende Gefühl, weil ein Flugzeug als Schauplatz ohnehin schon etwas Enge und Ausgeliefertes mitbringt. Wenn dann noch ein Psychiater im Mittelpunkt steht, der nicht nur mit seiner eigenen Angst kämpft, sondern plötzlich mit einer Situation konfrontiert wird, die völlig eskaliert, dann ist genau das die Art Thriller, die mich sofort reizt.

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Inhalt & Stimmung

Im Mittelpunkt steht Mats Krüger, ein erfolgreicher Psychiater, der nach dem Tod seiner Frau Deutschland verlassen hat und inzwischen in Argentinien lebt. Eigentlich hatte er nie vor, wieder zurückzukehren. Doch dann meldet sich seine Tochter Nele nach langer Zeit bei ihm und bittet ihn, ihr nach der Geburt ihres Kindes beizustehen. Allein das ist für Mats schon eine riesige Hürde, denn seine Flugangst ist alles andere als harmlos. Nach einem entsprechenden Seminar steigt er schließlich in den Flug von Buenos Aires nach Berlin und muss kurz nach dem Start feststellen, dass Turbulenzen oder Absturzängste plötzlich sein kleinstes Problem sind.

Was dann folgt, ist genau diese typische Fitzek-Spannung, die mich beim Hören komplett festhält. Es ist nicht einfach nur ein Thriller in einem Flugzeug, sondern eine Geschichte, die sofort mit dieser extremen Ausnahmesituation spielt. Die Enge des Flugzeugs, die Hilflosigkeit an Bord und dieses ständige Wissen, dass es kein Entkommen gibt, haben für mich unglaublich gut funktioniert. Gerade weil man als Hörerin genau weiß, dass dort hunderte Menschen auf engstem Raum sitzen und niemand einfach aus dieser Situation herauskann, entsteht eine wahnsinnig dichte Atmosphäre.

Was ich daran besonders mochte, ist, dass die Geschichte nicht lange braucht, um einen in diesen Ausnahmezustand hineinzuziehen. Es geht ziemlich schnell los und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass das Hörbuch einfach nur hektisch sein will. Vielmehr baut sich die Spannung immer weiter auf und wird von Kapitel zu Kapitel unangenehmer. Genau das liebe ich bei Fitzek. Dieses Gefühl, dass immer noch etwas kommt, dass alles noch schlimmer werden kann und dass man sich nie zu sicher fühlen darf.

Und dann sind da natürlich die Wendungen. Genau dafür lese und höre ich Fitzek auch. Ich mag dieses Gefühl, wenn ich glaube, langsam zu wissen, worauf es hinausläuft und dann kommt wieder etwas, das meinen kompletten Gedanken einmal gegen die Wand fährt. So war es hier für mich auch. Mit jedem Plot Twist wurde mein Kopf mehr gefickt und genau das meine ich komplett positiv. Ich hatte mehr als einmal diesen Moment von: Was zur Hölle passiert hier eigentlich gerade? Und genau das will ich bei einem Fitzek auch haben.

Charaktere & Stil

Mats Krüger fand ich als Hauptfigur sehr passend für diese Geschichte. Er ist kein Held, der locker durch so eine Situation marschiert, sondern jemand, der selbst mit massiven Ängsten zu kämpfen hat. Genau das macht ihn für mich greifbar. Gerade in einem Thriller wie diesem finde ich es viel spannender, wenn die Figur im Mittelpunkt nicht alles im Griff hat, sondern selbst schon an ihre Grenzen stößt, bevor die eigentliche Katastrophe überhaupt richtig losgeht. Das macht die Geschichte für mich automatisch intensiver.

Auch das Vater-Tochter-Thema mochte ich hier sehr, weil es Mats noch einmal eine zusätzliche emotionale Ebene gibt. Es geht eben nicht nur ums nackte Überleben oder um einen spektakulären Thrillerplot, sondern auch um Schuld, Distanz und die Frage, was eigentlich wirklich wichtig ist, wenn alles auf dem Spiel steht. Das hat der Geschichte für mich mehr gegeben, als wenn sie nur auf Spannung gesetzt hätte.

Sebastian Fitzek schreibt für mich auch hier wieder genau so, dass ich ständig weiterlesen oder weiterhören will. Er hält sich nicht mit unnötigem Ballast auf, sondern schafft es, das Tempo hochzuhalten und trotzdem immer wieder neue Fragen aufzuwerfen. Gerade dieses Spiel mit Wahrnehmung, Gefahr und Unsicherheit funktioniert bei ihm einfach wahnsinnig gut. Man bekommt nie das Gefühl, sich entspannt zurücklehnen zu können, weil ständig etwas mitschwingt, das nicht stimmt.

Und dann ist da natürlich noch Simon Jäger. Für mich gehört er bei Fitzek inzwischen fast schon dazu. Seine Stimme passt einfach unfassbar gut zu diesen Geschichten. Er schafft es, die Anspannung, das Beklemmende und auch die Eskalation sehr greifbar zu transportieren, ohne dass es überzogen wirkt. Gerade bei einem Hörbuch wie diesem, das so stark von Atmosphäre lebt, macht das enorm viel aus. Für mich hat er die Spannung nicht nur getragen, sondern an vielen Stellen sogar noch verstärkt.

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Fazit

Flugangst 7A war für mich wieder ein richtig starker Fitzek. Beklemmend, spannend, fies und voller Wendungen, bei denen ich wirklich mehrfach komplett danebenlag. Genau das ist für mich der Reiz an seinen Thrillern. Ich will miträtseln, ich will überrascht werden und ich will am Ende das Gefühl haben, dass ich mit vielem gerechnet habe – aber ganz sicher nicht damit.

Wer Sebastian Fitzek mag, bekommt hier genau das, was man sich von ihm erhofft: Tempo, Spannung, eine unangenehme Atmosphäre und Plot Twists, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen. Für mich war das wieder ein Hörbuch, das mich komplett gepackt hat und bei dem ich wie so oft nur dachte: Wie bitte kommt man auf so etwas?

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